Der erste kirgisische Blockbuster

Der erste kirgisische Blockbuster
Filmplakat Kurmanjan Datka, Kirgistan

Filmplakat Kurmanjan Datka, Kirgistan/ Quelle: Kloop.kg; novastan.org

Kurmanjan Datka – Der erste kirgisische Blockbuster

Freuen Sie sich auf einen gemütlichen Filmabend vielleicht bei einem Essen mit kirgisischen Plov und einem Boso auf dem Tisch! Kirgistan feierte seine Unabhängigkeit in diesem Jahr mit der Premiere des historischen Dramas „Kurmanjan Datka“ – dem bisher teuersten Film der kirgisischen Filmgeschichte. Dieser Film ist ein historisches Drama über die kirgisische Herrscherin und Feldherrin Kurmanjan Datka, die viele Kirgisen für die Begründerin ihrer Nation halten. Er erzählt vom Leben der Königin von Alaj (Süd-Kirgistan), die als junges Mädchen einer von den Eltern arrangierten Zwangsehe entflieht und sich damit den Traditionen und Bräuchen ihrer Zeit widersetzt. Kurz darauf schließt sie sich dem Alymbek Datka – dem Anführer von Alaj an und heiratet ihn. Mit Weisheit und diplomatischem Geschick entwickelt sich Kurmanjan zur Ratgeberin ihres Mannes und unterstützt seine Regierungsarbeit. Nach der heimtückischen Ermordung von Alymbek Datka (im Jahre 1862) durch seine Rivalen übernimmt Kurmanjan die Verantwortung für das Schicksal ihres Volkes. Sie wird von den Regierungen von Kokon und Buchara als Anführerin anerkannt und bekommt den Titel „Datka“ (Anführer, General) verliehen. Im Laufe der russischen Expansion in Zentralasien vermeidet sie den Krieg gegen die mächtige Armee des Zaren und erreicht einen Friedensvertrag. Etwas später werden die Söhne und einige Bedienstete von Kurmanjan Datka verhaftet. Ihnen wird vorgeworfen, Drogenhandel mit Afghanen zu betreiben und russische Soldaten ermordet zu haben. Kamchybek – der Lieblingssohn und zweitgeborene von Kurmanjan Datka wird zum Tod durch den Strang verurteilt. Die Königin lässt dies zum Wohle ihres Volkes geschehen und wohnt der Hinrichtung sogar bei.

Der Film wird von vielen als Regierungsprojekt angesehen, das versucht, unter den Kirgisen und Kirgisinnen „den Geist des Patriotismus“ zu erwecken. International werden ein weitreichendes Echo, finanzielle Gewinne und große Auszeichnungen erwartet. Aber so soll sich jeder sein eigenes Urteil bilden.

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