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Songköl – Der Hochgebirgssee

Der Hochgebirgssee Songköl (Song-Kul) liegt auf knapp 3000 Metern, inmitten der kirgisischen Hochebene des zentralen Tienschan, ca. 100 km von Kotschkor entfernt. Um den See herum ist endlose Steppe, soweit das Auge reicht und im Hintergrund die imposante Bergwelt. Überall sind grasende, galoppierende und liegende Pferde zu sehen. Mit seinen 275 m² auf einer Länge von 29 km und einer Breite von 18 km ist er der drittgrößte See Kirgistans. Im Sommer lassen sich hier die Nomaden nieder, um ihre Pferde und Schafe zu weiden. Wer die Weite der Steppe liebt und das Nomadenleben kennenlernen möchte, ist hier goldrichtig.

Wandern/Reiten

Neben Wandertouren durch die bezaubernde Natur, können auch Ausritte unternommen werden, insofern man reiten kann. Hierzu geht man einfach zu einer beliebigen Jurte und handelt den Preis aus. Die Nomaden sind froh über die zusätzlichen Einnahmen durch die wenigen Touristen, die sich hier verirren. In der Regel geht das Ganze auch ohne Reitführer und nach einer kurzen Einweisung kann man hoch zu Ross die Landschaft genießen. Die Pferde sind sehr geländegängig, Steigungen, Sand und grobes Geröll stellen normalerweise kein Problem dar.

Übernachten

Einige kirgisische Reiseveranstalter in Naryn und Kotschkor bieten Jurtencampübernachtung am See an. Die Camps sind recht komfortabel mit Schlafjurten und einer Jurte als Speiseraum. 500 – 800 Som wird pro Übernachtung kassiert, Mahlzeiten lassen sich hinzubuchen. Da es hier keine Einkaufsmöglichkeiten gibt, ist es ratsam, die Vollpension zu buchen oder sich vorher mit Lebensmitteln einzudecken. Wer das wahre Nomadenleben kennen lernen will, kann auch direkt bei den Nomaden eine Jurte mieten. Die Jurten sind um den See verteilt, vor allem am Nordost- und Ostufer.

Beste Reisezeit

Anfang Juni bis September
Durch die Höhenlage kann es nachts zu Minusgraden kommen, deshalb sollten immer warme Sachen eingepackt werden. Tagsüber erreichen die Temperaturen häufig über 20 Grad.

Anreise

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln gelangt man nicht zum See, aber von Naryn oder Kotschkor kann ein Taxi gebucht werden. Alternativ kann die Reise auch über einem Veranstalter aus Naryn oder Kotschkor gebucht werden, sozusagen All-inclusive. Wer ein Auto besitzt, fährt von Kotschkor in südliche Richtung nach Sary Bulak (Richtung Naryn). Kurz hinter Sary Bulak biegt rechts eine unauffällige Piste ab, die über den holprigen und teilweise steilen Kalmak-Pass (3447 m) zum Nordostufer des Sees führt. Abhängig von der Wetterlage ist Allrad erforderlich. Von Naryn gelangt man über den Terkej-Torpok-Pass (3124 m), auch Papageienpass genannt, nach ca. 130 km zum See. Von Ak-Tal fährt man über den Kurtka-Pass (3202 m) zum Songköl-See (ca. 100 km). Um den See herum führt eine Strecke in verhältnismäßig akzeptablen Zustand.

 

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